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Kain, Wo ist dein Bruder?

Die Bibel beginnt mit einer Tragödie, einem Krimi.
Kain erschlägt in seiner Eifersucht Abel, weil dessen Opfer Gott besser gefallen hat. Beide bringen sie Gott ein Geschenk. Aber Gott behandelt beide nicht gleich, ihm gefällt Abels Geschenk und Kains gefällt ihm nicht. Gott ermutigt Kain jedoch noch, dass er über sein Urteil nicht zornig sein muss. Wenn er Gutes im Sinn habe, kann er jedem, sogar Gott selbst, offen ins Gesicht sehen. Er sagt Kain damit, dass sein Opfer - wenn er im Herzen nur Gutes im Sinn habe - gut genug ist. Wenn Kain nur Gutes will kann er selbst ihm - selbst Gott gegenüber - offen ins Gesicht sagen, dass sein Opfer gut genug war. Und behält damit Recht. Nur wenn da böse Hintergedanken waren muss er sich verstecken und zornig sein, denn dann war Gottes Urteil richtig, da er diese Hintergedanken durchschaut hat.

Im Anschluss spricht Gott etwas erstaunliches:
Er macht Kain Mut die Fähigkeit zu besitzen über die Sünde zu herrschen, wenn er nur will. Er sagt ihm, dass er seinen Zorn beherrschen kann und sich nicht von ihm beherrschen lassen muss. Kain besitzt den freien Willen seinen Zorn und seine Eifersucht zu besiegen!
Doch Kain lässt sich vom Zorn blenden und tötet seinen Bruder, danach streitet er jede Verantwortung für sein Tun ab.

Und Gottes Worte hallen durch die Zeit:
Kain, Wo ist dein Bruder Abel?
Kain, Was has du getan?

Diese Worte sind nicht nur an Kain gerichtet. Im Geist sind wir die Nachfahren Kains.

Auch wir alle sind einander Brüder. Doch wie sieht die Realität aus:

30.000 Menschen verhungern jeden Tag. Und wir? Wir füllen unsere Mägen bis wir ganz rund werden. Wir werfen jedes Jahr Tonnen an Nahrungsmittel weg, weil sie uns nicht schön genug sind.

2014 sind bereits mehr als 3000 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer ertrunken. Sie wollten Afrika verlassen und ins gelobte Land nach Europa fliehen. Doch statt ihnen zu helfen, fürchten wir sie. Und so führt sie ihre Verzweiflung in den Tod. PS: Diese Zahlen sind vom September, bis zum 31.12 sind sie gewiss noch weiter gestiegen.

Das sind nur zwei Beispiele von Brüdern und Schwestern, die aufgrund einer menschengemachten Ungerechtigkeit sterben müssen. Es ist allerdings auch wahr: Wir als Einzelne können diese Ungerechtigkeit nicht ungeschehen machen. Afrika wird nicht plötzlich wohlhabend, nur weil wir ein paar Euro spenden.

Aber können wir uns der Verantwortung ganz entziehen?
Kain sprach nach seinem Mord: "Ist es etwa meine Aufgabe, ständig auf ihn aufzupassen?"
Ist es unsere Aufgabe uns ständig um die Probleme anderer zu kümmern? Was kann ich dafür, dass die nicht auf ihre Beine kommen? 5 Afrikaner braucht man für eine Aufgabe, die hierzulande von einem gelöst wird. Unser Wohlstand kommt nicht von selbst. Wir sind besser organisiert, haben eine gute Arbeitsmoral, investieren Millionen in technischen Fortschritt.

Können wir also wirklich verantwortlich gemacht werden? Können wir uns so der Verantwottung entziehen? Oder wird Gott am Ende auch mich fragen:

"Markus, Wo sind deine Brüder?"
"Markus, Was hast du getan?"

 

 

11.11.14 10:38

Letzte Einträge: Tja jetzt dann eben Wordpress

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


gracelovesfashion (1.12.14 08:43)
Toller Beitrag.
Ich bete dafür,das Gott uns den Mut und die Stärke gibt,andere Menschen zu helfen.

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